Projekt Klimafarm
Wie Moorböden gleichzeitig für Klimaschutz und Landwirtschaft genutzt werden können

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Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein

Durch das im Vergleich zu einem Trecker geringe Gewicht und die größere Auflagefläche des Raupenantriebs versinkt die Mähraupe nicht im feuchten Moorboden.

Moorböden sind nährstoffreich und wurden deshalb trockengelegt, um sie für die Landwirtschaft zu nutzen. Allerdings sind diese Böden eine Treibhausquelle, ihr Anteil an den gesamten Emissionen liegt in Schleswig-Holstein bei 16%. Zur Erreichung der Klimaziele ist es deshalb unbedingt notwendig, diesen Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren.

Gelingen kann dies durch eine Wiedervernässung der Moorböden. Auf diese Weise können sie sogar zu Treibhausgassenken werden. Allerdings können solche Flächen nicht mehr konventionell bewirtschaftet werden, ein Trecker würde beispielsweise einfach im feuchten und weichen Boden einsinken.

Das Projekt „Klimafarm“ erforscht seit Ende 2021 wie eine Nutzung der renaturierten Moore trotzdem möglich ist. Über eine Projektlaufzeit von 10 Jahren betreibt die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel einen landwirtschaftlichen Modellbetrieb. Die Ziele des Projektes sind:

  • Reduktion der Treibhausgasemissionen aus Moorböden
  • Entwicklung praxistauglicher Verfahren zur Bewirtschaftung von renaturierten Mooren
  • Austausch mit Landwirt:innen und der breiten Öffentlichkeit
Quellen
  • Klimafarm kommt - Perspektive für Moorgrünlandbewirtschaftung 11. -0001 Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein